scoreberlin GmbH
Agentur für Usability-Beratung & Optimierung
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Informative Titel und Überschriften sollten dem Besucher kurz und bündig zeigen, wo er sich befindet und was er zu erwarten hat. Je schneller der Besucher »belohnt« wird, umso stärker bedankt er sich mit Aufmerksamkeit. Inhalte sollten verständlich dargestellt sein und sich dem Leser unmittelbar erschließen können. Missverständliche Formulierungen sind Gift für jeden guten Text. Wesentlich für das Verständnis ist der »rote Faden«, der sich wie ein unterstützender Begleiter durch die kompletten Inhalte schlängeln sollte. Inhalte mit Wirkung zeichnen sich dadurch aus, dass sie konsequent, zielgerichtet und ergebnisorientiert am »roten Faden« entlang strukturiert werden.
S.a.
Content Usability – der unbekannte Erfolgsfaktor.
Je logischer und strukturierter der rote Faden, desto ruhiger und klarer ist der Lesefluss. So wie man Pünktlichkeit als die Höflichkeit der Könige bezeichnet, so sind Ordnung und Übersichtlichkeit der Respekt des Autors vor seinem Leser. Besucher, die sich selbstständig orientieren müssen, reagieren mit Verärgerung. Auch unnötige Füllwörter sind nichts weiter als Klötze am Bein guter Texte. Die Harmonie im Ganzen gilt es zu erreichen – das ist kein Geheimnis, sondern das Ergebnis der Beachtung formaler und gestalterischer Gesetze.
In der Content-Analyse achten wir besonders auf eine positive Autor-Besucher-Beziehung. Entscheidend ist, ob die Zielperson in Gestalt des respektierten Besuchers die Rolle annimmt, die der Autor ihm zugedacht hat. Dazu gehört u.a., ob der Besucher überhaupt versteht, was gemeint ist, aber auch, was ihm unbewusst vermittelt wird (Wahrnehmung: Typografie, Sprache, Ausdruck, Layout, Design etc.). Gleichzeitig wird der kulturelle Gesamtzusammenhang herausgearbeitet. Die Glaubwürdigkeit der Inhalte und Verfasser und deren argumentative Logik spielen hierbei eine zentrale Rolle.
Inhalte sollen nicht nur informativ sein: Machen Sie Informationen auffindbar. Bevor der Leser findet, wonach er sucht, überfliegt er die Inhalte (Scanning), ohne sie wirklich zu speichern. Komplizierte Syntax mag reizvoll für ehrgeizige Romanciers sein – für den Besucher Ihrer Webpräsenz ist sie es sicher nicht. Zudem ist die Lesegeschwindigkeit am Monitor stark verlangsamt.
Im sensorischen Gedächtnis landet zunächst einmal alles, was wir wahrnehmen. Das Fassungsvermögen des sensorischen Gedächtnisses ist zwar sehr groß, die Behaltensdauer aber sehr klein. Gerade mal 1 bis 1,5 Sekunden dauert es, bis die Informationen vergessen werden oder im Kurzzeitgedächtnis landen. In dieser Zeit sollte z.B. eine Textzeile gelesen werden können, um problemlos den Anfang der nächsten Zeile zu finden.
Im Gegensatz zum sensorischen Gedächtnis ist das Fassungsvermögen des Kurzzeitgedächtnisses gering. Bereits 1885 erforschte Hermann Ebbinghaus, dass das Kurzzeitgedächtnis ein Fassungsvermögen für etwa sieben Informationseinheiten besitzt. In der Konsequenz sollten auf einer Web-Seite wesentliche Informationen nach der Merkfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses gegliedert sein.
Wenn sich der Leser erkannt und angesprochen fühlt, stehen die Chancen hoch, dass er bleibt. Zielgruppen definieren sich oft über eine gemeinsame Sprachwelt, zumindest über eine Stilistik, die ihnen gerecht wird. Dialekte, Slangs, Redearten, auch fachspezifische Termini und Ausdrucksweisen kennzeichnen dabei die Sprachwelt der Zielgruppe. Nur wer das berücksichtigt, wird eine Beziehung zum Leser aufbauen können. Anders ausgedrückt: Sie erreichen Ihre Zielgruppe nicht, wenn Sie nicht ihren Duktus beherrschen.
Sowohl Kompetenz- als auch Imagetransfer beginnen mit korrekter Rechtschreibung und Grammatik. Der Lesefluss darf nicht durch Fehler oder fehlerhafte Syntax gestört werden. Grobe Fehler verärgern den Leser – nicht nur, weil offenbar nachlässig gearbeitet wurde, sondern auch, weil Fehler seine Intelligenz beleidigen. Je größer das Problem und je wichtiger die Lösung, desto niedriger ist der Toleranzfaktor des Besuchers, wenn bei diesem nicht ein hoher Vertrauensvorschuss vorhanden ist. Der Mitbewerber ist nur einen Klick weit entfernt.
Eine Startseite mit der Zeile »Zuletzt aktualisiert im Mai 1996« hat beim Besucher in der Regel sofort verloren. Um Besucher an sich zu binden, müssen diese einen Grund haben, wiederzukommen. Geben Sie ihnen nicht nur einen. Und wenn es nur ein kleines Script ist – das aktuelle Datum zu sehen, zeigt immer wieder enorme Wirkung. Vor allem, wenn der Nutzwert stimmt. Je höher der Nutzwert und je aktueller die Inhalte, desto stärker werden die Besucher gebunden. Lassen Sie Ihre Besucher finden, wonach sie suchen. Je schneller und öfter, umso besser.
Wer Webangebote für Browser optimiert, darf die Menschen nicht vergessen: Fast jeder zehnte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung.
Am benutzerfreundlichsten sind daher Websites ohne Barrieren: Barrierefreie Websitegestaltung ist ein Usability-Kriterium. Wer sich an barrierefreiem Webdesign orientiert, kommt damit nicht nur behinderten Menschen entgegen (übrigens eine vollkommen unterschätzte Zielgruppe), sondern auch all jenen Besuchern, die nicht mit »optimaler Technik« ausgestattet sind: Mauslose Notebooks, Handheld-Computer, Mobiltelefone, Screenreader, Textbrowser oder Bordcomputer können eine barrierefreie Website in der Regel problemlos und strukturiert darstellen.
Es erweist sich als überaus sinnvoll und hilfreich, blinde, sehgeschädigte oder behinderte Menschen beim Surfen auf Websites beobachtend zu begleiten und sich selbst sogenannter assistiver Technologien (wie Textbrowser, Screenreader, Bildschirmlupen etc.) zu bedienen. Wer dazu nicht die Möglichkeit hat, kann sich mit den Zugänglichkeitsrichtlinien der W3C Web Accessibility Initiative (WAI) beschäftigen. Auf deutsche Internetangebote bezieht sich die »Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz« (BITV) vom 17. Juli 2002.
S.a.
Accessibility: An morgen und die Menschen denken und
Special: Website-Analyse Barrierefreiheit (Accessibility).
Suchmaschinen-Optimierung (SEO) hat viel mit Content Usability Management zu tun: Tiefen- und Breitenpräsenz in wichtigen Suchmaschinen-Indizes sorgen für Auffindbarkeit der Inhalte und die Wahrnehmung des Angebots. Immer mehr Menschen nutzen Suchmaschinen. Fast die Hälfte aller Suchmaschinen-Nutzer kommt aber nicht einmal über die ersten sichtbaren Suchergebnisse heraus – die weiteren Ergebnisse werden ignoriert (iProspect, Search Engine Usage Ranks High, November 2002). Wer nicht präsent ist, existiert nicht.
SEO besteht heutzutage nicht mehr aus einer Handvoll Metatags und der software-generierten Anmeldung in tausend unwichtigen Suchmaschinen. Unterm Strich bleibt die Erkenntnis: Nur der Inhalt zählt. Relevant sollte er sein, aktuell, wertvoll, strukturiert, auf die Zielgruppe zugeschnitten – und auf die Kriterien der Suchmaschinen mit ihren verschiedenen Bewertungs-Algorithmen. Ein guter Suchmaschinen-Optimierer sollte also immer auch ein guter Texter sein – und umgekehrt. Content Usability berücksichtigt die Kriterien, um so viele Menschen aus der Zielgruppe wie möglich zu erreichen.
Eine Internet-Präsenz steht und fällt mit ihren Inhalten. Design, Funktionalität und Programmierung der Website können noch so ausgeklügelt, intelligent, kreativ und schön sein – sind die Inhalte uninteressant, veraltet oder gar falsch, wird der Besucher nicht wiederkommen. Umgekehrt gibt es Websites mit hervorragenden Inhalten, die jedoch miserabel im Erscheinungsbild sind. Der hochwertige Content zieht die Besucher dennoch immer wieder an.
Die aufeinander abgestimmte Ausgewogenheit der Webpräsenz hinsichtlich Gestaltung, Funktionalität, Ergonomie und Inhalten ist ein Zustand, der unbedingt angestrebt werden sollte. Inhalte werden jedoch häufig stark vernachlässigt, was verschiedene Ursachen haben kann. Eine intelligente Content-Analyse, verknüpft mit einer Usability-Analyse, ist definitiv ein zuverlässiger Lösungsansatz.
scoreberlin hat Kriterien erarbeitet, auf deren Grundlage jeglicher Content nicht nur inhaltlich und aspektorientiert analysiert wird. Mit Hilfe unseres strategischen Analyse-Programms klären wir darüber hinaus, welcher Handlungsbedarf besteht und wie dieser gewinnbringend in der Praxis befriedigt werden kann.
Die hier genannten Kriterien sind nicht abschließend, sondern werden laufend neuen Erkenntnissen angepasst. Sie sind auch kein Raster, durch das Ihre Website passen muss, sondern sie werden von uns im Gesamtkontext zur Zielsetzung und Zielgruppe Ihrer Internet-Präsenz untersucht.