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Eine Web-Seite kann in mehrere Frames (dtsch.: Rahmen) aufgeteilt werden. Ein sogenanntes Frameset bildet innerhalb des Browserfensters einen in sich aufgeteilten Rahmen. In diesen Rahmen werden mehrere Seiten hineingeladen.

Oben sehen Sie ein häufig verwendetes Frameset. Es besteht aus insgesamt vier Dateien: Eine Datei definiert das Frameset, drei weitere Dateien werden in das Frameset hineingeladen. Es werden also insgesamt vier Seiten in das Browserfenster geladen.
Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Frameset kaum von einer einzelnen HTML-Seite. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn Internet-Neulinge eine Web-Seite, die grafisch in verschiedene Bereiche unterteilt ist, als Frameset bezeichnen. Oder umgekehrt: Ein Frameset wird nicht als solches wahrgenommen, sondern als einzelne HTML-Seite.
Erst
wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass der Scrollbalken auf der rechten
Seite nicht am oberen Teil des Browserfensters beginnt, sondern etwas
weiter unten – ein eindeutiges Indiz für ein Frameset.
Frames halten – nicht nur für internetunerfahrene Besucher – einige Schwierigkeiten bereit, z.B.:
Der Einsatz von Frames ist sehr umstritten: Frames können einerseits als sinnvolles Gestaltungsmittel eingesetzt werden, andererseits können sie Internet-Anfänger aber auch in den Wahnsinn treiben und Suchmaschinen mehr oder weniger überfordern. Für Frame-Gegner sind sie so überflüssig wie ein Kropf, während sie für kreative Designer und Homepage-Bastler ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind.
Framebasierte Websites erfordern in der Regel einen höheren Arbeitsaufwand, da sinnvolle Noframe-Bereiche für Suchmaschinen definiert werden müssen und grundsätzlich jede Seite des Framesets suchmaschinengerecht aufbereitet werden sollte. Zusätzlich soll oft noch eine framelose Version der Website realisert werden.
Trotzdem können Frames nicht grundsätzlich als »schlecht« abgetan werden. Ob man sich für oder gegen Frames entscheidet, kommt auf das Informationsangebot, die Ziele und das Zielpublikum an. Manche Websites lassen ihre Besucher auf der Startseite zwischen einer Frame- und einer No-Frame-Version wählen. Hierbei sollte man allerdings bedenken, dass Internet-Anfänger mit dieser Unterscheidung häufig gar nichts anfangen können.
Veröffentlichung: 05/2002
Silvana Borsutzky